carlo fumarola architekt ETH
hardturmstrasse 286
8005 zürich
076 380 63 36
carlo.fumarola@gmail.com
Das Wohnhaus ist Teil der zweiten Etappe der gartenstadtartig konzipierten Siedlung von Hans Bernoulli, die zwischen 1926 und 1928 realisiert wurde. Die Siedlung folgt den Leitideen der Gartenstadtbewegung und zeichnet sich durch eine einfache, funktionale Grundstruktur sowie eine hohe räumliche Anpassungsfähigkeit aus.
Der Umbau konzentriert sich auf einen gezielten Eingriff im Untergeschoss. Ziel war die Realisierung eines zusätzlichen Badezimmers mit Dusche und Lavabo innerhalb der bestehenden Gebäudestruktur. Das Untergeschoss war teilweise bereits tiefer gelegt worden; diese Situation wurde aufgenommen, indem die neue Nasszelle konsequent auf diesem tieferen Niveau angeordnet wurde. So konnte der Eingriff ohne zusätzliche strukturelle Massnahmen umgesetzt werden.
Die Nasszelle ist zwischen der Waschküche und einem Schlafzimmer geschaltet und übernimmt eine vermittelnde Rolle zwischen den beiden Nutzungen. Ein zentrales Element der Lösung bildet die Tür: Im geöffneten Zustand kaschiert sie einen bestehenden Elektroschrank und ist gleichzeitig als Spiegel ausgebildet. Die Spiegelung verstärkt die räumliche Wahrnehmung und stellt eine visuelle Beziehung zwischen Vorraum und Bad her.
Ein einfacher Garderobenschrank ergänzt den Eingriff und unterstützt die alltägliche Nutzung. Im benachbarten Schlafzimmer wurde das Fenster vergrössert, wodurch die natürliche Belichtung spürbar verbessert wird. Gleichzeitig wurde der Gartenausgang neu organisiert und in seiner Gebrauchstauglichkeit aufgewertet.
Der Umbau versteht sich als minimale Ergänzung mit grosser Wirkung – zurückhaltend in der Gestaltung, präzise in der Setzung und konsequent aus den Qualitäten des Bestands entwickelt.
Das Eckhaus gehört zu einer von Hans Bernoulli entworfenen Siedlung, inspiriert von der englischen Gartenstadtbewegung. Durch den Umbau entstand im Erdgeschoss ein offener Wohnraum mit zentraler Küche, die soziale Interaktion fördert und Verbindungen zu Garten, Bad und Keller schafft. Ober- und Dachgeschoss wurden flexibel gestaltet, sodass sie sich an wechselnde Bedürfnisse anpassen und vielseitig nutzen lassen.
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